Bäderarchitektur

Man kann sich nicht satt sehen…
… an all den prachtvoll-majestätischen Villen, die die längste Strandpromenade Europas zwischen den „3 Kaiserbädern“ Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin säumen und ihr ihren einzigartigen, unverwechselbaren Charme verleihen. Noch heute zieht der Geist eines Goldenen Zeitalters all die Genießer, die gedankenverloren und staunend zugleich über die kilometerlange Promenade flanieren, in seinen Bann. Damals, vor über 100 Jahren, waren es das wohlhabende Bürgertum sowie der Adel aus Berlin und anderen Regionen Deutschlands, die zur Sommerfrische auf die Insel Usedom reisten und den Kaiserbädern ein Jahrhunderterbe hinterließen: das bis heute nahezu lückenlos erhaltene Ensemble der Bäderarchitekturvillen im brillanten Stil französischer Renaissancepaläste und klassizistischer Prachtbauten.
Hinter ihren großzügigen Freitreppen, edlen Marmorsäulen und mit Ornamenten verzierten Giebeln verstecken sich die Geschichten vergangener Tage. Die Vorstellung, dass sogar Kaiser Wilhelm schon in der edlen Villa Staudt zum Nachmittagstee bei der Konsulin Staudt einkehrte, ist einfach faszinierend. Genauso fesselnd ist die gedankliche Reise zurück ins Jahr 1924, als Thomas Mann gemeinsam mit seiner Ehefrau Katia und den Kindern über die Promenade spazierte und neue Inspirationen für seinen „Zauberberg“ fand, um anschließend im Bansiner „Haus Seeblick“ am letzten Kapitel seines Jahrhundertromans zu feilen.
Und von Zeit zu Zeit stehen Urlauber gedankenverloren vor der Villa Oppenheim und erinnern sich an den berühmten deutsch-amerikanischen Maler Lyonel Feininger, der neben seinem Drahtesel sitzend einst dieses faszinierende Bauwerk malte. Feininger, Mann und der Kaiser sind zwar verschwunden, aber sie haben Urlaubern und Einheimischen ein kostbares Geschenk hinterlassen: Es sind ihre unscheinbaren und doch so bedeutsamen Spuren, auf denen die Gäste in den Kaiserbädern noch heute so gern wandeln… Wenn sie dann bei einer Tasse Tee im Restaurant des Hotel Kaiser Wilhelm in Bansin sitzen, dem Möwenkreischen lauschen und ihre Blicke über die weite Ostsee schweifen lassen, ist er wieder da, ganz nah, der Geist des Goldenen Zeitalters, denn hier kehrte auch Thomas Mann schon mit seiner Katia und den Kindern ein, als das Haus noch „Seeblick“ hieß.

- Ahlbeck, Stresemannstraße

- Ahlbecker Hof

- Villa Staudt

- Villa Hintze

- Villa Alba

- Villa Oechsler

- Waldschloss

- Bansin, Bergstraße

- Seeschloss

- Villa Chrissi

- Villa Aegir

- Villa Germania

- Villa Ikarus

- Villa Auguste-Viktoria

- Ahlbeck, Dünenstraße

- Villa Elisabeth

- Waldresidenz

- Villa Achterkerke

- Spielbank

- Villa Astrid

- Oasis








